Samstag, 28. Juni 2014

Top 10 Christian Fails Of 2013

(via YouTube, Dusty Smith)


Wundervolle Zusammenstellung - mit einem herrlich aufgeregten Dusty Smith. Ein wenig zu enthusiastisch an der ein oder anderen Stelle vielleicht. Was der Absurdität der von ihm gesammelten Video-Beiträge keinen Abbruch tut.

Montag, 13. September 2010

"Galileo Was Wrong - The Church Was Right"

Im November dieses Jahres ist in den USA eine Konferenz angesetzt, in deren Rahmen die "Erkenntnisse" bezüglich der Geozentriertheit der Welt ausgetauscht werden sollen.

Natürlich ist es prinzipiell zu begrüßen, wenn auch lange Zeit als unverrückbar geltende Weltinterpretationen gelegentlich auf ihre Korrektheit hin überprüft werden. Spätestens seit Thomas Kuhn und Paul Feyerabend dürfte ja hinreichend klar sein, dass die Wissenschaft nicht Wahrheit, sondern lediglich voräufige Modelle der Welt entwickelt. Warum also nicht mal wieder eine Generalrevision des geoheliozentrischen Weltbildes?


Dabei fällt jedoch sofort ins Auge, dass sich die Veranstalter gegen Galileo Galilei wenden, wo es doch eigentlich Nikolaus Kopernikus war, der die nach ihm benannte Wende vom geo- zum heliozentrischen Weltbild einläutete. Nun gut, man will ja nicht kleinlich sein: musste sich doch Galilei, und nicht Kopernikus, für die umstürzlerische These des Heliozentrismus rechtfertigen. Da sich die Grundintention der Veranstaltung aber ohnehin eher auf eine Stärkung der katholischen Kirche / des katholischen Glaubens zu richten scheint, und man sich hierzu der Bekämpfung wissenschaftlicher Erkenntnisse nur als einer vordergründigen Kulisse bedient, sind solche groben Schnitzer vernachlässigbar.

Natürlich darf auch eine Prise Verschwörungstheorie nicht fehlen: So referiert etwa Robert Sungenis zum Thema "Geocentrism: They Know It But They're Hiding It". Man fragt sich bloß, wer denn nun wieder mit "sie" ("they") gemeint ist. Die katholische Kirche selbst, die Illuminaten/Freimaurer/Rosenkreuzer, die CIA - oder DIE Wissenschaftler?

Ein Widerspruch verblüfft dann aber doch: Wenn die Kirche (mal angenommen, es ist die römisch katholische gemeint) Recht hat, dann gilt dies doch auch und insbesondere für die Rehabilitation Galileis durch den Papst. Immerhin zeigte man doch seitens des Hl. Stuhls demütige Einsicht:
Eine weitere Lehre ist die Tatsache, daß die verschiedenen Wissenschaftszweige unterschiedlicher Methoden bedürfen.

Galilei, der praktisch die experimentelle Methode erfunden hat, hat, dank seiner genialen Vorstellungskraft als Physiker und auf verschiedene Gründe gestützt, verstanden, daß nur die Sonne als Zentrum der Welt, wie sie damals bekannt war, also als Planetensystem, infrage kam.

Der Irrtum der Theologen von damals bestand dagegen am Festhalten an der Zentralstellung der Erde in der Vorstellung, unsere Kenntnis der Strukturen der physischen Welt wäre irgendwie vom Wortsinn der Heiligen Schrift gefordert. Doch wir müssen uns hier an das berühmte Wort erinnern, das dem Baronius zugeschrieben wird: »Der Heilige Geist wollte uns zeigen, wie wir in den Himmel kommen, nicht wie der Himmel im einzelnen aussieht.« Tatsächlich beschäftigt sich die Bibel nicht mit den Einzelheiten der physischen Welt, deren Kenntnis der Erfahrung und dem Nachdenken des Menschen anvertraut wird. Es gibt also zwei Bereiche des Wissens. Der eine hat seine Quelle in der Offenbarung, der andere aber kann von der Vernunft mit ihren eigenen Kräften entdeckt werden. Zum letzteren Bereich gehören die experimentellen Wissenschaften und die Philosophie. Die Unterscheidung der beiden Wissensbereiche darf aber nicht als Gegensatz verstanden werden. Beide Bereiche sind vielmehr einander durchaus nicht fremd, sie besitzen vielmehr Begegnungspunkte. Dabei gestattet die Methode eines jeden Bereiches, unterschiedliche Aspekte der Wirklichkeit herauszustellen.

(Quelle: ANSPRACHE VON JOHANNES PAUL II. AN DIE TEILNEHMER DER VOLLVERSAMMLUNG DER PÄPSTLICHEN AKADEMIE DER WISSENSCHAFTEN, 31. Oktober 1992)
Die Reue ging sogar zunächst soweit, im Jahr 2008 Platz für eine Marmorstatue des vormals Verfemten einzuräumen. Versteht sich von selbst, dass daraus nichts wurde.

Hat die Kirche also Recht, oder hat sie Recht? Schwierig zu sagen, da anscheinend auch heute die Positionen innerhalb des Vereins disparat zu sein scheinen. Man darf also gespannt sein, welche erdbahnbrechenden Erkenntnisse auf o.g. Konferenz das Licht der umlaufenden Sonne erblicken. Und wie Planet Vatikan, der gänzlich fremdartigen Gesetzmäßigkeiten unterliegt, sich dazu verhält.

Dienstag, 24. August 2010

Nazi-Flugscheiben

Jetzt erklärt sich die geistige Beschränktheit der irdischen Neonazis: die gesamte braune Intelligenzia ist gegen Ende des 3. Reichs in Reichsflugscheiben ins Weltall abgehauen. Wohin, ist nicht ganz klar. Dunkle Quellen raunen vom Sirius, mindestens aber dem Mond. Falls es noch einige Zweifler geben sollte, wird dieses Meisterstück dokumentarischer Filmkunst sie sicher von der tächnischän Öbärläägänhaid der nationaalsozialistischen Inschänöre überzeugen.



Finnische Filmschaffende haben sich ja diesem Topos ebenfalls schon angenommen:


(IronSky)

Montag, 9. August 2010

Von den "göttlichen" Urteilen

Walter Mixa, der Augsburger Bischof mit befleckter Weste, ist bekanntlich zurückgetreten. Damit ist einer der engagiertesten Fürsprecher einer autoritären, konservativ bis rückwärts gewandten katholischen Kirche von der politischen Bühne (sic!) Deutschlands abgetreten. Seine unsäglichen Ausfälle gegen den zeitgenössischen, liberalen Lebensstil gehören damit der Vergangenheit an.
Doch war resp. ist er längst nicht der einzige Vertreter solch fragwürdiger Positionen. Man möchte hier eher eine strukturelle Eigenschaft insb. der katholischen Kirche vermuten, die offenbar solche Persönlichkeiten in besonderem Maße an- und/oder erzieht.
Ein weiteres Beispiel wäre etwa der Salzburger Weihbischof Andreas Laun. In dem katholischen Nachrichtenportal kath.net zeigte sich Laun in einem Beitrag erstaunlich gut informiert über göttliche Wertungen:
Das Mitleid mit den Opfern ist eine Sache, eine andere die Feststellung: „Love – Parade“ und Teilnahme an ihnen sind, abgesehen von ihrem abstoßenden Erscheinungsbild, objektiv eine Art Aufstand gegen die Schöpfung und gegen die Ordnung Gottes, sind Sünde und Einladung zur Sünde!
(Hervorhebung von Soph.)
Kann oder soll man dem noch etwas hinzufügen? Man fragt sich, welchen Objektivitätsbegriff der gute Weihbischof hier zugrunde legt. Finden sich entsprechende Wertungen in der "Heiligen Schrift"? ("Der Herr aber spricht: Du sollst nicht tanzen zu harten Rhythmen noch Spaß haben mit anderen Menschen!") Hinsichtlich gleichgeschlechtlicher Liebe haben sich die Autoren des Levitikus ja recht eindeutig geäußert (18:22 und 20:13). Warum aber die Love-Parade ausgerechnet den Zorn des Herrn erregt haben soll, erschließt sich mir nicht so recht. Vielleicht kann mir da jemand bibelfesteres aufhelfen?!
Mit anderen Worten: Man weigert sich anzuerkennen, dass die Loveparade, abgesehen von ihrem krankhaften Erscheinungsbild, auch mit Sünde zu tun haben könnte und darum, folgerichtig, auch mit dem richtenden und strafenden Gott!
(Hervorhebung von Soph.)
Wie weit sind solche Ansichten von einem aufgeklärten Christentum entfernt! Was heißt hier "aufgeklärt"? Es bedeutet die Einsicht in die Bedingtheit der eigenen Wertmaßstäbe durch die menschliche, d.h. eben nicht göttliche Umwelt. Daran scheiden sich freilich die Geister und einem von manchem als gefährlich angesehenen Relativismus wird die Tür geöffnet. Wenn Herr Laun von einem "krankhaften Erscheinungsbild" spricht, setzt er ein absolutes, in seinen Augen göttlich gerechtfertigtes Werturteil. Diese absolute Denkungshaltung muss den aufgeklärten Geist befremden und empören, der doch um den subjektiven Charakter solcher Werturteile weiß und daher ihren Absolutheitsanspruch zurückweist. Als persönliche Meinung des Bürgers Laun sind solche Ansichten zwar widerwärtig, aber zu billigen. In ihrem Anspruch auf absolute Gültigkeit und geäußert von einem hochrangigen Vertreter der katholischen Kirche müssen sie energisch zurückgewiesen werden!

Laun scheint auch die Aufregung, die seine Äußerungen hervorgerufen haben, nicht zu verstehen. In einer Klarstellung der Klarstellung versucht er sich zu rechtfertigen:
Ihr aber scheint das Unrecht, das Ihr mir zum Vorwurf macht als Euer Recht in Anspruch zu nehmen: Ich dürfe nicht urteilen und ich tue es auch nicht, aber Ihr, Ihr nehmt Euch das Recht, über mich herzufallen und mich zu verurteilen für eine Behauptung, die ich ausdrücklich abgelehnt habe!
Sicherlich hat Laun in seinem ursprünglichen Beitrag den Versuch unternommen, seine persönliche Wertung zu verbergen, indem er sie eigentlich als unzulässig darstellt, um sie dann uneigentlich umso mehr hervorzuheben: 'Eigentlich darf der Mensch nicht von einer göttlichen Strafe reden, aber was ist so schlimm daran, von einer göttlichen Strafe dieses "abstoßenden", "krankhaften" Erscheinungsbilds auszugehen?' Laun begeht jedoch einen Kategorienfehler, wenn er davon ausgeht, die Grundlage seine eigenen Urteile seinen vergleichbar mit denen seiner Kritiker. Denn während er seinen Urteile auf (vorgeblich) göttliches Recht bezieht, ist das Wesen der postmodernen Kritik dezidiert relativ. Das mag nicht jedem seiner Kritiker bewusst sein, entsprechend dogmatisch mögen entsprechende Erwiderungen ausfallen.
Warum regt Ihr euch eigentlich auf? Der Gott der Bibel und der Kirche existiert in euren Augen ohnehin nicht, einer wie ich ist in Euren Augen nur ein „Märchen“-Erzähler [...]
Es stimmt: der Anspruch auf Wahrheit der mythologischen Dichtungen des Christentums wird von allen Atheisten bestritten (was tautologisch ist, jedoch keineswegs notwendig auch für den Anspruch auf Wahrheit des zugrundeliegenden Sinns gelten muss). Was aber kaum strittig ist, ist die Einsicht in die reale Wirksamkeit solcher politischen Hetzereien. Das 20. Jahrhundert war insb. in seiner ersten Hälfte voll von "Märchen"-Erzählern unterschiedlichster Couleur. Hat dies den realen Folgen Abbruch getan? Au contraire!

Immerhin: an solchen Äußerungen wird deutlich, welcher Geist in der (katholischen?) Kirche noch immer sein Unwesen treibt: Es ist nicht der Geist von Versöhnung und Liebe, sondern von Ausgrenzung und Strafe. Man muss froh und dankbar sein, in Zeiten zu leben, in denen sich der Einfluss solch moralisch fragwürdiger Personen in Grenzen hält. Nicht auszudenken, welche unmenschlichen Folgen sie in anderen Zeiten haben würden. Wehret den Anfängen!

Montag, 2. August 2010

HAARP - eine Massenvernichtungswaffe der USA?!

Der diesjährige Sommer hat Russland fest im Griff - Waldbrände verheeren weite Gebiete, sodass die Bevölkerung teilweise zur Flucht gezwungen ist. Es ist die größte Hitze seit Beginn der Aufzeichnungen. Der Autor eines Artikels für das russische Nachrichtenportal Ria Novosti, Dr. Andrej Areschew, glaubt nun, die Ursache für diese Katastrophe ausgemacht zu haben: eine vermeintliche Geheimwaffe der USA - das HAARP (High Frequency Active Auroral Research Program; offizielle Homepage).

Eine solche Verdächtigung ist nicht neu; das HAARP wird bereits seit geraumer Zeit als Ursache für mancherlei Effekte angesehen. Tatsächlich werden nicht geringe Energiemengen in die Atmosphäre abgegeben: nach offiziellen Projektangaben verfügt der Hochenergietransmitter über eine Leistungsfähigkeit bis zu 3,6 Megawatt im Hochfrequenzbereich. Im Vergleich dazu: der Berliner Fernsehturm verwendet eine Sendeleistung von max. 100 Kilowatt im UKW-Band.

Es sollen an dieser Stelle nun nicht die möglichen oder nicht möglichen Auswirkungen des HAARP diskutiert werden. Das solche prinzipiell möglich sind, erscheint plausibel, und auch herkömmliche Radar-Technik steht, insbesondere in der Vergangenheit, zuweilen in der Kritik. Und auch Radiosendeanlagen können u.U. Gefahren zeitigen, wie unlängst der Vorwurf an Radio Vatikan wegen einer erheblichen Überschreitung der Sendegrenzwerte zeigt. Ob und ggf. welche schädlichen Auswirkungen von Funk- und Radaranlagen ausgehen, kann - und sollte - durch sorgfältige wissenschaftliche Untersuchungen offengelegt werden. Ein diebezüglich angemessene Erörterung kann hier nicht geleistet werden.

Was jedoch durchaus möglich ist, ist eine genaue Betrachtung der vorgebrachten Argumente:
Die Aussage des WWF-Vertreters zeigt, in welche Richtung sich das Klima entwickeln wird. Dabei geht es nicht um die „globale Klimaerwärmung", die schon lange Thema bei zahlreichen wissenschaftlichen (und pseudowissenschaftlichen) Diskussionen ist. Die Theorie von der "globalen Klimaerwärmung" als natürlichem Prozess muss erst noch bewiesen werden, aber die jetzige ungewöhnliche Hitze (die übrigens nur in Russland und auf mehreren nebenan liegenden Territorien ausgebrochen ist) könnte nicht nur natürliche und wissenschaftliche Gründe haben.
(Hervorhebung durch Sophrosynos)
Die Theorie der "globalen Klimaerwärmung" - in Anführungszeichen! - muss also angeblich erst noch bewiesen werden. Dabei dürften inzwischen jegliche Zweifel an der Erhöhung der globalen Durchschnittstemperatur ausgeräumt sein. Bestenfalls kann noch von (mehr oder weniger) berechtigten Zweifeln am menschlichen Beitrag zu dieser Erwärmung gesprochen werden. Und wie soll nur die Aussage, "die jetzige ungewöhnliche Hitze könnte nicht nur [...] wissenschaftliche Gründe haben", gedeutet werden? Könnte es unwissenschaftliche Gründe hierfür geben. Sind Geister im Spiel? Ist es womöglich gar Gottes strafende Hand angesichts der problematischen Situation für Menschen- und Bürgerrechtler sowie Künstler (s. auch Spiegel Online und ein Interview)  in Russland?

Unklar ist auch, was unter einer "Wetterregelung (als eine der Formen der sozialen Regelung)" zu verstehen sein soll. Der Begriff der "sozialen Regelung" ist wenigstens noch halbwegs verständlich (etwa im Sinne sozialstaatlicher Maßnahmen, aber auch stalinistischer Zwangsumsiedlungen). Aber "Wetterregelung"? Das lässt doch eher an Science Fiction denken, etwa das Emmerich-Machwerk: Das Arche Noah Prinzip (mit sagenhaften 4,7 Punkten bei der IMDB bewertet). Oder eben an HAARP..., das ja angeblich "Erscheinungen wie Dürre, Orkane, Erdbeben oder Überschwemmungen auslösen" kann.
Aus militärischer Sicht ist das HAARP eine Massenvernichtungswaffe, ein Instrument zur Destabilisierung von landwirtschaftlichen und ökologischen Systemen in dieser oder jener Region.
Eine gewagte Behauptung, deren Beweis lediglich eine angebliche (weil nicht belegte) Aussage des kanadisch Wirtschaftswissenschaftlers Michel Chossudovsky darstellt. Immerhin handelt es sich um einen russischen Namen und Chossudovsky selbst ist russischstämmig, was bei den Lesern von Ria Novosti sicher gut ankommen dürfte. Aber leider noch kein Beleg für die Triftigkeit der Aussage ist. Wenn es sich bei Chossudovsky wenigstens um einen Physiker handeln würde... aber auch von diesem wären harte Fakten zu erbringen.

Welche Belege für den Einsatz dieser angeblichen "Massenvernichtungswaffe" führt der Autor an?
Man könnte natürlich auch den venezolanischen Staatschef Hugo Chavez auslachen, der das Erdbeben auf Haiti im Januar ausgerechnet durch das HAARP begründete, aber ähnliche Vermutungen waren auch nach dem Erdbeben in der chinesischen Provinz Sichuan im Jahr 2008 zum Ausdruck gebracht worden.
Bewusst ausgelöste Erdbeben in China und Haiti? Viel naheliegender ist es doch anzunehmen, dass in tektonisch aktiven Gebieten Erdbeben nicht unwahrscheinlich sind. So existiert für China eine überaus lange zurückreichende Auflistung von Erdbebenereignissen, die seit 1950 ungefähr einmal im Jahr ein Erdbeben dokumentiert. Und einmal angenommen diese ominöse HAARP-Waffe gäbe es tatsächlich und sie hätte klimatische Auswirkungen: wie sollte sie dann in der Lage sein, Erdbeben auszulösen, deren Ursachen doch in Spannungen der Erdkruste zu finden sind. Hat die Annahme einer Klimawirkung noch den Hauch einer Plausibilität, so erscheint die Annahme, Radarwellen verfügten über ausreichend Energie zur Auslösung von Erdbeben, doch etwas überaus Lächerliches. Schließlich: welchen Zweck sollten die USA damit verfolgen, mit Haiti einen der ärmsten Staaten der Erde zu schädigen...?

Was folgert Areschew aus all diesen halbgaren Pseudofakten?
Dennoch sieht es so aus, als wäre die Klimaveränderung als politisches Instrument kein Mythos. Damit können Russland und die ganze Welt in absehbarer Zeit mit einer prinzipiell neuen Gefahr konfrontiert werden. Die Klimawaffen scheinen so weit entwickelt worden zu sein, um Dürren auszulösen, Ernten zu vernichten und „anomale Erscheinungen" auszulösen.
(Hervorhebung durch Sophrosynos)
Ganz klar: "Russland ist in Gefahr." Statt sich über die tatsächlichen Gefahren im inneren des Landes (Kriminalität, soziale Ungleichheit, die oben bereits genannten Probleme) Gedanken zu machen, wird der Blick auf höchst fragwürdige Weise nach außen gelenkt. Der Artikel ist damit ein neuerliches Beispiel, wie pseudowissenschaftliche Behauptungen und Verschwörungstheorien zur Verfolgung konkreter politischer Interessen herangezogen werden. Und zeigt damit die Notwendigkeit konkreter Aufklärung und allgemeiner Bildung.